Piercingpflege

PIERCINGS - Pflegehinweise

Allgemein


Nachbehandlung

Für einen schnellen und möglichst komplikationsfreien Wundheilungsverlauf, empfehlen wir die unten aufgeführte Nachbehandlung gewissenhaft anzuwenden. Diese Broschüre dient als Unterstützung zur Pflegeanweisung, die mit dem/der Piercer(in) bereits besprochen wurde. Sie soll die wichtigsten Schwerpunkte bei der Pflege des neuen Piercings aufzeigen.

Allgemeine Abheilzeiten: 3 Wochen bis 8 Monate, je nach Piercing und Körperstelle

Wundbehandlung allgemein:

* Die Wundbehandlung sollte 2x täglich durchgeführt werden, wenn möglich morgens und abends.
* Nur das Mittel verwenden, welches vom Piercingstudio empfohlen wurde.
* Vor der Wundbehandlung immer die Hände reinigen, wenn möglich desinfizieren.

Normale Reaktionen können sein:

* Leichte Rötung der Haut
* Leichte Nachblutungen und Flüssigkeitsabsonderungen
* Leichtes Ziehen und Brennen
* Schwellungen

Hilfreich ist, den eigenen Körper bei der Wundheilung durch wenig Stress,
viel Schlaf, gesunde Ernährung und wenig körperliche Belastung zu unterstützen.

Vorsichtsmaßnahmen allgemein:

* Druck und Spannungen vermeiden
* Nicht am Piercing herumspielen
* Den Schmuck bis zur Verheilung nicht öffnen, entfernen oder wechseln
* Pflegemittel oder Methode nicht ändern ohne Absprache mit einem/einer Piercer(in)
* Keinen übermäßigen Konsum von Alkohol oder anderen Rauschmitteln
* Kein Besuch von öffentlichen Einrichtungen wie Sauna, Schwimmbad oder Solarium
ohne Absprache mit dem/der Piercer(in)
* Vorsicht bei dem Umgang mit Kosmetika wie Bodylotion oder Make-up
* Verunreinigungen jeglicher Art vermeiden
* Bei Einnahme von starken Medikamenten bitte Rücksprache mit dem/der Piercer(in) halten

Bei auftretenden Komplikationen, wie starken Schmerzen oder starken Nachblutungen,bitte umgehend an den ausführenden Piercingbetrieb wenden. Falls dies nicht möglich ist, empfehlen wir einen Arzt oder ein anderes Piercingstudio aufzusuchen. Wir raten dringend davon ab, Selbstdiagnosen zu erstellen und den Schmuck ohne Rücksprache zu entfernen. Der erste Schmuckwechsel sollte in einem Piercingstudio durchgeführt werden. Dabei kann die richtige Handhabung mit dem Piercing und auch die benötigte Schmuckgröße in Erfahrung gebracht werden. Bei weiteren Fragen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung.

Mund

Richtige Handhabung der Pflege und Pflegemittel

Gründliche Reinigung der Hände vor Beginn der Pflege, wenn möglich Desinfektion der Hände. Sorgfältige und gründliche Reinigung der gepiercten Stelle und des eingesetzten Schmucks mittels dem mitgegebenem Pflegeprodukt durch eine gründliche Mundspülung.Der Reinigungsprozess kann je nach Grad der Verschmutzung auch ein weiteres Mal angewandt werden. Nach der Reinigung erfolgt ein erneutes Auftragen des Pflegeproduktes. Dieses sollte jetzt nicht wieder entfernt werden, sondern in die Wunde einwirken. Bitte nur einen leichten Pfegefilm zum Schluss auftragen, da übermäßige Anwendung sich auch negativ auf die Wundheilung auswirken kann. Die Pflege sollte morgens und abends bis zur Verheilung angewendet werden. Bei den vorgeschriebenen Kontrollterminen wird die individuelle Wundbehandlung dann nochmals zusätzlich besprochen. Zur Milderung der Schwellung sollten zusätzlich kleine Eiswürfel mehrmals täglich gelutscht werden, da eine regelmäßige Kühlung zur schnelleren Reduzierung von Schwellungen im Mundbereich führt.

Was ist normal bei der Wundheilung

Die Zunge besteht, im Gegensatz zu allen anderen Piercingstellen, aus längs- und querverlaufenden Muskelfaserzügen. Durch die Verletzung des Muskelgewebes beim Durchstechen schwillt die Zunge an. In manchen Fällen sogar die Lympfgefäse im Halsbereich.
Die durch das Piercing verletzte Körperstelle bildet in der Wunde Fresszellen (Phagozyten). Diese körpereigenen Zellen vernichten die eingedrungenen Mikroorganismen. Die dadurch entstandenen Zellabfälle sind als Eiter bekannt und treten als Abfallprodukt aus der Wunde aus (Phagozytose) – was nicht zwangsläufig vorkommen muss, jedoch kann. Dieser Vorgang wird vom Körper so lange fortgeführt, bis alle Bakterien vernichtet sind und die Haut sich um den Stichkanal neu gebildet hat.
Wenn die Absonderungen massiv zunehmen oder einen starken fauligen Geruch annehmen, sollte sofort ein Kontrollbesuch bei uns vorgenommen werden. Auch Verfärbungen in den grünlichen, bräunlichen Bereich deuten auf eine stärkere Entzündung hin. Bitte keine antibakteriellen Mundspülungen wie Lysterine, Hexoral oder Ähnliches im Übermaß verwenden, da diese die natürliche Bakterienflora im Mundraum zerstören können. Diese Bakterien werden zur Heilung in der Mundflora benötigt.

Die Lippe… Das Lippenband…

Welche möglichen Körperreaktionen können während der Abheilphase auftreten
Nachblutung, Kreislaufstörung, Rötung, Allergie, Entzündung, Infektion, Nekrose, Zahnschädigung, Granulome, eitrige Infektion, Bluterguss, Blutvergiftung, Schmerzen, Lymphgefäsentzündung, Verletzung der Blutgefäße, Verletzung der Nervenende

Was mache ich bei Problemen

Bitte versucht uns umgehend aufzusuchen. Falls dies nicht möglich ist, kann auch ein fachkundiger Arzt in der Nähe aufgesucht werden. Anfragen zu Komplikationen per Telefon oder Email sind in den meisten Fällen nur schwer zu beantworten, da durch ein persönliches Erscheinen das Problem genau bestimmt und nur somit das Beste für den Kunde erreicht werden kann.

Was darf ich nicht tun in der Heilungsphase

An den meisten Stellen im Oralbereich werden beim Stechen Schmuckstücke mit Überlänge eingesetzt.
Aus diesem Grund ist währen der Abheilzeit besonders darauf zu achten, dass beim Essen oder Sprechen keine Verletzungen der Zähne oder des Mundraumes entstehen. Starke körperliche Belastung in den ersten 48 Stunden am besten vermeiden. Konsum von Alkohol in den ersten 48 Stunden ganz vermeiden und während der Abheilphase nur in geringen Mengen. Zwei Stunden überhaupt nicht rauchen und danach bis zur Verheilung so wenig wie möglich. Fremdspeichel oder andere Körpersekrete von der Wunde fern halten. Reduzierter Konsum von Milchprodukten, scharfe oder stark säuerliche Speisen oder Getränke vermeiden. Am besten weiche Nahrungsmittel zu sich nehmen und wenn möglich nach dem Essen den Mund ausspülen (bitte keine Mundspülung benutzen, da diese bei häufigem Gebrauch die natürliche Mundflora zerstören kann). Druck und Zugbelastungen an der gepiercten Stelle sind zu vermeiden. Das Piercing während der Abheilzeit immer nur mit sauberen Fingern anfassen (große Infektionsgefahr). Das Piercing bitte nicht unnötig bewegen, z.B. Drehen um Pflegemittel einzubringen. Verunreinigungen jeglicher Art vermeiden. Es ist dringlichst davon abzuraten, während der Abheilzeit den Piercingschmuck herauszunehmen.

Medikamente die während der Abheilphase möglichst nicht eingenommen werden sollten
Übermäßiger Konsum von Schmerzmitteln da dies zur Verdünnung des Blutes führt. Stark blutverdünnende Medikamente, Blutdruck steigernde Medikamente und Medikamente, die das Immunsystem und/oder Kreislauf schwächen können.

Allgemeine Tipps

Bei der täglichen Körperhygiene sollte darauf geachtet werden, dass Sie nicht an den frische Piercings hängen bleiben, da dies den Heilungsprozess negativ beeinflussen kann und in den meisten Fällen auch zu Schmerzen führt. Die Einhaltung der Pflege so wie das Erscheinen zu den Kontollterminen sind wichtige Punkte, um eine gute Wundverheilung zu erreichen. Piercings sollten auch nach der Verheilung bei der Körperhygiene mit einbezogen und gereinigt werden. Ablagerungen am Piercingschmuck können zur erneuten Entzündung der gepiercten Körperstelle führen.

Besonderheiten Zunge

Nach dem Zungenpiercing kann die Zunge mit Eiswürfeln gekühlt werden. Die Eiswürfel sind vorzugsweise aus Kamille/Salbei Tee zu erstellen, da diese Wundheileigenschaften bei Schleimhäuten besitzen. Zum Süßen des Tees kann flüssig Zucker benutzt werden. Keinen kristallinen Zucker verwenden, da die Kristalle sich nicht vollständig auflösen und dadurch beim Lutschen der Eiswürfel es zur Reibung auf der Zunge führen kann bzw. somit die Zuckerkristalle in die frische Wunde gelangen können. Da die Zunge nach dem Stechen in den meisten Fällen anschwillt, wird ein Stab mit Überlänge eingesetzt. Da es nach dem Abschwellen der Zunge zu Verletzungen der Zähne oder des Mundraumes durch den überlangen eingesetzten Stab beim Essen oder Sprechen kommen kann, ist es sehr wichtig den Stab nach der Verheilung in einen für die Zunge entsprechend passenden Stab zu tauschen.

Besonderheiten Lippe

Beim Lippenpiercing ist beim Schminken darauf zu achten, dass keine Verunreinigungen an die gepiercte Stelle durch Schminke gelangen.
Da die Lippe nach dem Stechen leicht anschwellen kann, wird eine Labret mit Überlänge eingesetzt. Nach dem Abschwellen der Lippe kann es zu Verletzungen der Zähne oder des Mundraumes durch den überlangen eingesetzten Stab beim Essen oder Sprechen kommen, daher ist es sehr wichtig den Labret nach der Verheilung in einen für die Lippe entsprechenden passenden Stab zu tauschen.

Besonderheiten Lippenband

Ständiges spielen mit der Zunge an dem Ring begünstigt das Herauswachsen des Schmuckes. Der Ring sollte nicht auf den Zähnen reiben. Es ist zu empfehlen abgeflachte Kugeln einzusetzen, da diese keine Druckstellen am Zahnhals bilden.

Körper

in Arbeit!

Intim

Richtige Handhabung der Pflege und Pflegemittel

Gründliche Reinigung der Hände vor Beginn der Pflege, wenn möglich Desinfektion der Hände.
Sorgfältige und gründliche Reinigung der gepiercten Stelle und des eingesetzten Schmucks mittels dem mitgegebenem Pflegeprodukt. Das Pflegemittel sollte großflächig aufgetragen werden und ca. 1 Minute einwirken, damit sich angetrocknete Ablagerungen auf der Haut oder an dem Schmuck anlösen können.
Wenn die Verschmutzungen am Schmuck zu stark sind, sollten diese vorsichtig entfernt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass bei der Säuberung ein faserfreies Einwegtuch oder ein Wattestäbchen verwendet wird. Die Reinigung erfolgt immer von innen nach außen, damit die Verunreinigungen von der Wunde weg und nicht zur Wunde hin transportiert wird. Der Reinigungsprozess kann je nach Grad der Verschmutzung auch ein weiteres Mal angewandt werden. Der Schmuck sollte während der Reinigung so wenig wie möglich bewegt werden.
Nach der Reinigung erfolgt ein erneutes Auftragen des Pflegeproduktes.Dieses sollte jetzt nicht wieder entfernt werden, sondern auf der Haut ohne nachwischen Trocknen. Das Pflegemittel wird über die Wundränder eindringen und die Wundheilung unterstützen. Bitte nur einen leichten Pflegefilm zum Schluss auftragen, da übermäßige Anwendung sich auch negativ auf die Wundheilung auswirken kann. Die Pflege sollte morgens und abends während der Verheilung angewendet werden, aber nicht länger als 14 Tage. Danach wird bei dem vorher vereinbarten Kontrolltermin die individuelle Wundbehandlung nochmals zusätzlich besprochen.

Was ist normal bei der Wundheilung

Beim Einsetzen eines Piercings werden alle drei Hautschichten (Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut) bzw. die Schleimhaut durchdrungen und die Funktion der Haut an dieser Stelle durch die Verletzung unterbrochen bzw. gestört. Durch diese Verletzung der Haut können Mikroorganismen in die Wunde gelangen. Die sterile Arbeitsweise in unserem Studio schützt den Kunden zwar so gut wie möglich vor Verunreinigung der Wunde während des Einsatzes des Piercings. Die alltäglichen Belastungen des frischen Piercings hingegen durch Schweiß, Schmutz der Kleidung oder Berührungen mit schmutzigen Händen an der Wunde lassen Bakterien aller Arten in den verletzten Hautbereich gelangen. Der Körper reagiert auf derlei Veränderungen seiner äußeren Schutzschicht mit verschiedenen Symptomen:
Eine leichte Rötung der verletzten Haut sowie eine leichte Schwellung der verletzten Hautpartie sind in den meisten Fällen normale Reaktionen auf diese Verletzung. Die Wunde kann sich auch leicht um den verletzten Hautbereich erwärmen. Dies jedoch ist kein Grund, in Panik auszubrechen. Der Körper beginnt lediglich mit der Aktivierung seiner eigenen Abwehrmechanismen, um die körpereigene Wundheilung zu unterstützen. Die Haut wird durch einen Säuremantel, der auch als körpereigenes Antibiotikum bezeichnet wird, vor Bakterien geschützt. Da durch das Piercing aber dieser Schutzmantel durchbrochen wurde, werden vom Körper zusätzlich Freßzellen (Phagozyten) gebildet. Diese körpereigenen Zellen vernichten die eingedrungenen Mikroorganismen. Die dadurch entstandenen Zellabfälle sind als Eiter bekannt und treten als Abfallprodukt aus der Wunde aus (Phagozytose). Die Verwendung eines Pflegemittels unterstützt die körpereigene Wundheilung.

Welche mögliche Körperreaktionen können während der Abheilphase auftreten:
Nachblutung, Kreislaufstörung, Rötung, Allergie, Entzündung, Infektion, Nekrose, Herauswachsen des Schmucks, Granulome, eitrige Infektion, Bluterguss, Blutvergiftung, Schmerzen, Lymphgefäsentzündung, Verletzung der Blutgefäße, Verletzung der Nervenenden.

Was mache ich bei Problemen:

Bitte versucht uns umgehend aufzusuchen. Falls dies nicht möglich ist, kann auch ein fachkundiger Arzt in der Nähe aufgesucht werden. Anfragen zu Komplikationen per Telefon oder Email sind in den meisten Fällen nur schwer zu beantworten, da durch ein persönliches Erscheinen das Problem genau bestimmt werden kann und nur somit das Beste für den Kunden erreicht werden kann.

Was darf ich nicht tun in der Heilungsphase bei Intimpiercings

Folgende Dinge gelten allgemein für alle Piercings und sollten bis zur Abheilung vermieden werden, da es dadurch zu Komplikationen der Wundheilung kommen kann: Starke körperliche Belastung und starken Konsum von Alkohol in den ersten 48 Stunden vermeiden. Kein Wasserkontakt in Frei – oder Hallenbädern mit der gepiercten Körperstelle in den ersten 4 Wochen. Beim Duschen PH neutrale Produkte verwenden. Keine Sauna, Solarium oder Dampfbad in den ersten 4 Wochen. Druck und Zugbelastungen an der gepiercten Stelle sind zu vermeiden. Das Piercing während der Abheilzeit immer nur mit sauberen Fingern anfassen (große Infektionsgefahr). Das Piercing bitte nicht unnötig bewegen, z.B. Drehen um Pflegemittel einzubringen. Verunreinigungen jeglicher Art vermeiden. Keinerlei sexuellen Kontakt an der gepiercten Stelle bis zur Verheilung. Keine fremden Körperflüssigkeiten auf oder an die zu verheilende Piercingstelle bringen, bis diese verheilt ist. Reibung durch zu enge Kleidung vermeiden. Es ist dringlichst davon abzuraten, während der Abheilzeit den Piercingschmuck herauszunehmen.

Medikamente die während der Abheilphase möglichst nicht eingenommen werden sollten:
Übermäßiger Konsum von Schmerzmitteln, da diese zur Verdünnung des Blutes führen. Stark blutverdünnende Medikamente, Blutdruck steigernden Medikamente und Medikamente, die das Immunsystem und/oder Kreislauf schwächen können.

Allgemeine Tipps

Bei der täglichen Körperhygiene sollte darauf geachtet werden, nicht an dem frischen Piercing hängen zu bleiben, da dies den Heilungsprozess negativ beeinflussen kann und in den meisten Fällen auch zu Schmerzen führt. Die Einhaltung der Pflege, sowie das Erscheinen zu den Kontollterminen sind wichtige Punkte, um eine gute Wundverheilung zu erreichen. Piercings sollten auch nach der Verheilung bei der Körperhygiene mit einbezogen und gereinigt werden. Ablagerungen am Piercingschmuck kann zur erneuten Entzündung der gepiercten Körperstelle führen.

Besonderheiten Frau

Besonderheiten Mann

Bei Piercings, die durch die Harnröhre gehen sollte darauf geachtet werden, dass “Mann“ sich bei dem Besuch der Toilette setzt. Durch das eingesetzte Piercing kommt es zu einer Veränderung des Fliesverhalten des Urins.

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